Ausgezeichnet mit vier Sternen
Aus dem Haus Andreas Laible erreichte uns in diesem Jahr eine reduzierte Kollektion, nachdem man in 2024 mit immensen Frostschäden zu kämpfen hatte.
So kommen diesmal spät abgefüllte, noch nicht vorgestellte Weine aus 2023 zur Verkostung. Der Schwerpunkt liegt auch hier wieder auf den Rieslingweinen. Den Auftakt macht ein animierender, lebhafter Riesling-Sekt mit einem Duft von Mirabellen und Pfirsich, der sich am Gaumen komplex und mit schöner Frische zeigt. Der 2023er Plauelrain aus dem Gewann Hespengrund versprüht frische Aromen von saftigem Pfirsich, hat ordentlich Druck am Gaumen und verabschiedet sich mit einem eleganten Abgang. Aus dem Erste-Lage-Gewann „Kapelle“ im Plauelrain kommt ein eleganter Riesling mit steinig-straffer Frucht, saftigen Pfirsich- und Aprikosennoten sowie mit Finesse und Druck am Gaumen. Im Chardonnay S finden sich Aromen von gerösteter Haselnuss, verbunden mit einer feinen Kräuternote.
Am Gaumen ist er mineralisch geprägt, zeigt Finesse und eine schöne Länge. Regelmäßig gelingen Andreas Laible auch wunderbare edelsüße Versionen der Scheurebe. Die diesjährige Auslese macht davon keine Ausnahme. Sie schimmert grüngold im Glas, verströmt Aromen von Johannisbeerblättern und schwarzen Johannisbeeren. Ihre fein ziselierte Säure macht den Wein filigran und sehnig wie eine Balletttänzerin und er verabschiedet sich nachdrücklich mit einem ätherischen Abgang. Sind die Weißen die Paradekategorie aus dem Hause Laible, so sollte man doch auch den Roten Aufmerksamkeit schenken. Der Spätburgunder S ist ein eleganter Vertreter seiner Art, leicht und seidig, noch mit etwas kernigen Tanninen und ein wenig unruhig, was sich aber mit etwas Geduld legen wird.